Positive Gesamtbilanz: Rund 130 Mio. Euro EU-Forschungsgelder gingen im Rahmen von „Horizont 2020“ an saarländische Institutionen und Unternehmen
Saarbrücken, 31. März 2021 – Nach Abschluss des achten Rahmenprogramms der Europäischen Union für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ im Dezember letzten Jahres fällt die Gesamtbilanz für das Saarland positiv aus: Rund 130 Mio. Euro haben saarländische Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen in den letzten sieben Jahren eingeworben.
Verglichen mit dem im Vorgängerprogramm „FP7“ erzielten Gesamtvolumen von 91 Mio. EUR konnte das Saarland seine Mitteleinwerbungen in „Horizont 2020“ um 40 % und damit auch gemessen am Bundesdurchschnitt überdurchschnittlich steigern. Insgesamt haben sich 32 saarländische Institutionen mit 216 Projektbeteiligungen an knapp 200 EU-Projekten in „Horizont 2020“ beteiligt. Auch dies ist ein starker Anstieg gegenüber dem Vorläuferprogramm.
Den Spitzenplatz bei der Einwerbung von Fördermitteln belegen mit 41% der eingeworbenen saarländischen EU-Fördermittel die außeruniversitären Forschungseinrichtungen, 27% entfallen auf die saarländischen Hochschulen und 32% auf die saarländischen Unternehmen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) schneiden dabei besonders gut ab: Mit einem KMU-Anteil von über 30% an der Gesamtfördersumme liegt das Saarland im Vergleich vor allen anderen Bundesländern und klar über dem bundesweiten Durchschnitt.
Neben einem deutlichen Fördermittelzuwachs bei den außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist die Steigerung der Gesamtsumme vor allem auf das herausragende Abschneiden saarländischer Wissenschaftler* innen bei der Einwerbung von Geldern im Rahmen der Exzellenzförderung durch den Europäischen Forschungsrat (European Research Council) zurückzuführen. Verglichen mit dem Vorgängerprogramm konnten die Mitteleinwerbungen in diesem Bereich der EU-Förderung nahezu verdoppelt werden.
Diesen Erfolgskurs gilt es nun im neuen EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ zu halten und weiter auszubauen: Mit einem Gesamtbudget von 95,5 Mrd. € über eine Laufzeit von sieben Jahren (2021 – 2027) ist es eines der weltweit größten öffentlichen Förderprogramme für Forschung und Innovation.
Mit dem Auslaufen von „Horizont 2020“ endet auch die von der Universität des Saarlandes koordinierte Initiative „Route 2025“, die Forschende und Unternehmen in den letzten zwei Jahren bei der Beantragung von EU-Fördermitteln sowie der erfolgreichen Einbindung in europäische Forschungs- und Innovationsprojekte unterstützte. Erklärtes Ziel des „Route 2025“-Teams war es durch die verschiedenen Maßnahmen im Projekt, das Saarland bei der Einwerbung von 100 Mio. Euro bis zum Ende von „Horizont 2020“ mit zu unterstützen. Angesichts des deutlichen Übertreffens dieser Zielmarke ziehen auch die Projektverantwortlichen abschließend eine positive Bilanz. Darüber hinaus bleiben die im Rahmen der Initiative entwickelte Projektdatenbank mit Zugang zu den knapp 200 saarländischen „Horizont 2020“-Beteiligungen sowie eine Reihe an Projekt-Porträts und Erfolgsgeschichten weiterhin über die Webseite der Initiative (www.route2025.eu) abrufbar.
Über Route 2025
„Route2025“ ist ein Projekt der Universität des Saarlandes, das durch die Staatskanzlei mit Mitteln des Saarlandes und durch die Europäische Union im Rahmen des Programms „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)" gefördert wird. Bei der Umsetzung der verschiedenen Route2025-Maßnahmen wird die Saar-Uni vom etablierten EU-Projektmanagementbüro Eurice unterstützt.
Weitere Informationen sowie die Projektdatenbank zu saarländischen Beteiligungen an „Horizont 2020“ finden Sie auf: www.route2025.eu
Fragen beantwortet:
Nina Christmann
Universität des Saarlandes
T: +49 681 302-3892
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